Ostern ist vorbei,
die Bücherei seit Wochen geschlossen
Text: Iris Harms-Sütterlin
online gestellt am 25.04.2020
unser Jubiläum - 20 Jahre Arche-Bücherei ist leider sang- und klanglos vorübergegangen,
der traditionelle Flohmarkt am Ostersamstag, der immer ordentlich Geld in unsere Kasse gespült hat - fiel natürlich auch aus.
Traurig ist das schon alles - keine Gäste, keine Leser, kein buntes Treiben am Strand. Und wer weiss, wie lange das noch so sein wird/muß!

Um ein bisschen "Lese"Appetit zu machen, stelle ich trotz allem ein paar Bücher vor.
Hoffentlich bis bald - gesund - in der Arche-Bücherei

Opfer 2117: Jussi Adler Olsen
Ein neuer Fall für Carl Morck, Sonderdezernat Q.

An Zyperns Küste wird eine tote Frau angespült, sie ist, wie auf der "Tafel der Schande" in Barcelona angegeben, Opfer 2117. Allerdings ist diese Frau nicht ertrunken, sie wurde ermordet.
Der 8. Fall von Carl Mork ist zwar durch das Flüchtlingsthema brandaktuell, der Anfang kommt mir allerdings konstruiert und holprig vor - für Fans von Adler Olsen natürlich trotzdem ein lesenswertes Buch.

Blackbird: Matthias Brandt
Nach Raumpatrouille nun ein weiteres Buch von Matthias Brandt

Blackbird ist eine Reise in die 70ger, bei der man - wenn man in dieser Zeit jung war - lachen und weinen und sich selbst wieder erkennen kann. Eine absolut lesenswerter Entwicklungsroman.

Eine Familie in Deutschland: Peter Prange

Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben.
Familie Ising steht im Mittelpunkt dieser Geschichte, sie lebt im Wolfsburger Land, mitten in Deutschland und doch ruhig und abgeschieden.
Durch Hitlers Befehl, eine riesige Automobilfabrik zu bauen, ändert sich das ganze Leben der Familie - die Familienmitglieder sind so verschieden, wie Menschen nur sein können Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben.
Und da ist auch schon die Fortsetzung: wieder ein dicker Wälzer, aber keine Minute langweilig.
Wir erfahren, wie es mit der Familie Ising weiter geht.
Der älteste Sohn, ein Autonarr, will nur den von Hitler gewünschten Volkswagen entwickeln, der zweite Sohn will bei den Nazis Karriere machen, eine Tochter liebt eine Frau, die andere hat einen Juden geheiratet. Der Krieg bricht aus und jede/r kämpft ums Überleben.

Draussen: Volker Klüpfel, Michael Kobr

Zuerst: ich mach die Geschichten um den Allgäuer Kommissar Kluftinger sehr gern - jetzt begeben sich die beiden Autoren auf ein neues Terrain:
Cayenne, ein junges Mädchen und ihr Bruder leben mit einem Stephan, einem Mann, der sie ausbildet (warum?) und auf einen wie auch immer gearteten Ernstfall vorbereitet, im Wald, fernab der Zivilisation.

Ich fand die Geschichte völlig daneben, konstruiert und für mich nicht lesbar - dann lieber wieder Kluftinger!

Die Kakerlake: Ian McEwan

Diesen Autor schätze ich sehr, aber dieses schmale Werk hat mich dann doch nicht begeistert, obwohl der Anfang recht lustig war:
Kakerlake verwandelt sich in den britischen Premierminister - und merkt dann, dass die meisten Abgeordneten auch mal Kakerlaken waren.
Satire über den Brexit - Wahnsinn, kafkaesk, am Telefon fragt er den amerikanischen Präsidenten am Ende des Gesprächs: "hatten Sie auch einmal 6 Beine?"
Was der Autor dem Leser vermitteln will und welche Meinung er zum Brexit vertritt, ist mir klar - aber für eine Satire ist mir das zu wenig - da sind seine anderen Bücher vorzuziehen.
Vorlesewettbewerb der Inselschule
eine Nachlese
Text: Frau Lisa Hobein
online gestellt am 06.05.2020
Beim diesjährigen Vorlesewettbewerb traten wieder die besten Leserinnen und Leser des 6. Jahrgangs gegeneinander an.
Am Nachmittag des 10.12.2019 lieferten sich die Schüler*innen einen starken Lese-Wettkampf in der Arche-Bibliothek in der Kulturinsel. Vor einer kritischen Jury, bestehend aus Eltern, Klassensprechern, Deutsch-Lehrkräften und der Bibliotheksleiterin Iris Harms-Sütterlin, musste zunächst drei Minuten lang ein vorbereiteter Text gelesen werden.
Daran anschließend gab Frau Hobein ein unbekanntes Buch vor, aus dem die Klassenbesten nacheinander jeweils etwa 2 Minuten vorlasen.
Am Ende gewann Ole Bertram aus der Klasse 6.2 und qualifizierte sich damit für die Teilnahme am Kreisentscheid in Leer.



Herzlichen Glückwunsch!

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an Frau Harms-Sütterlin, die für diesen Anlass wieder die Arche-Bibliothek und sich als Jurymitglied zur Verfügung stellte.
Auch danken wir dem Förderverein der Inselschule, der alle Klassensieger*innen bei der Weihnachtsfeier mit einem Buchpreis belohnte.
Mit Liebe und Leidenschaft
Lesung in der Arche Bücherei als Drei-Gang-Menue
Text: Sabine Homering   Fotos: Iris Harms-Sütterlin
online gestellt am 21.11.2019
   Unterhaltsame Stunden hatten gut zwei dutzend interessierte Zuhörer in der Arche Bücherei. Wie schon in den vergangenen zwei Jahren wurde zu einer Lesung im Rahmen des kulinarischen Herbstes eingeladen, bei der auch »Natt un Drög« nicht fehlten.



   Carsten Wittwer, der erneut als Vorleser gewonnen werden konnte, gab vor jedem »Gang« einen kurzen Einblick in das jeweilige Werk.



   Als »Vorspeise« wurde »Maria, im schmeckt´s nicht!« von Jan Weiler serviert. Ein wunderbar witziges, warmherziges Buch, aus dem die lustigen und deftigen Passagen stammten, die die Zuhörer zum Schmunzeln brachten.
   »Der Koch« von Martin Suter kam als »Hauptgang« auf den Tisch. Der Roman, eine Mischung aus globalisierungkritischen Drama und Kochbuch, verführte mit einer gelungenen Mélange aus »Love Food« fürs diskrete Têtê-á-Têtê, Liebesgedichte, Exotik und Sinnlichkeit.
   Das »Dessert« wurde von Carsten Wittwer und der Arche-Mitarbeiterin Iris Harms-Sütterlin gemeinsam aufgetischt.
Bei dem »Hohes Lied der Liebe« von Salomon handelt es sich um eine Sammlung von zärtlichen, teilweise explizit erotischen Liebesliedern, in denen das Suchen und Finden, das Sehnen und gegenseitige Lobpreisen zweier Liebender geschildert wird.
   Rundherum ein gelungener Abend, der mit einer lebhaften Unterhaltung unter den Gästen zu einem schönen Ausklang fand.
Jahreshauptversammlung
Büchereiarbeit 2019
Text: Frau Anke Wolf   Fotos: Frau Würfel-Rogge
online gestellt am 18.05.2019

   Am 09.03. fand in Hannover im Stephansstift die Jahreshauptversammlung Büchereiarbeit unter dem Motto „Lust und Frust des Ehrenamtes“ statt, die sehr gut besucht war.



   Für die Arche-Bücherei nahm Frau Anke Wolf an dieser Veranstaltung teil.
   Nach einer Andacht von Paster Hartmut Giesecke von Bergh, folgte eine Einleitung von Susanne Briese (Landespastorin Nds für Ehrenamtliche und Büchereien) zu einem Text aus der Zeit 8/18 – kurz - „ich bin anders, aber ich komme nicht dazu“ – das kennen wahrscheinlich viele.



   Es ging um Freiräume, die sich gerade die Ehrenamtlichen schaffen sollten, z.B. bei einer neuen Tätigkeit die man beginnt, sollte man zwei alte auslaufen lassen, damit man sich nicht überfrachtet.
   Auch über besonders schöne Erfahrungen im Ehrenamt wurde gesprochen.
   Für Frau Wolf sind das die besonderen Gespräche mit LeserInnen, besonders im Winter, wenn dafür mehr Zeit ist. Auch über die Wertschätzung, die der Büchereiarbeit entgegen gebracht wird, freuen wir uns sehr.
   Die Veranstaltung endete mit einer sehr unterhaltsamen Darbietung von Usch Hollmann und Heiner Eckels zu „Casanovas letzte Liebe“. Es war ein sehr interessantes, bereicherndes Zusammentreffen, das hervorragend von Frau Briese geleitet und moderiert wurde.
Gesprächsabend mit Gästen
Thema: Lieblingsbücher

online gestellt am 30.04.2019
   Am 23.04.2019, um 20:00 Uhr, fand in der ev. luth. Kirche, in der Goethestraße, in Kooperation mit der Arche-Bücherei ein Gesprächsabend mit Gästen zum Thema Lieblingsbücher statt.



   Frau Maria Kouki, Frau Lisa Theilen und Frau Iris Harms-Sütterlin stellten ihre momentanen Lieblingsbücher vor.
   Pastor Ralf Tyra aus Hannover übernahm die Moderation, so konnten die Zuhörenden auch etwas über die Vortragenden erfahren.

   Als besondere Gäste waren Frau Unetta Steemann - auch als Krimiautorin Ocke Aukes bekannt - und Frau Hatice Günnay dabei.
Frau Steemann hat im Buch "Frau Hatice" die Geschichte der starken kleinen Frau Günnay aufgeschrieben, die es geschafft hat, als junge Frau aus der Provinz Sinop (Türkei) nach Borkum zu kommen und sich hier trotz vieler Schwierigkeiten zu behaupten.










   Frau Kouki machte uns mit "Königin der Wüste" (Janet Wallach) bekannt, einem biographischen Roman, der die Lebensgeschichte der Gertrude Bell (geb. 1868) erzählt, die als junge Frau in Oxford studierte - ganz ungewöhnlich damals - und die sich später im Mittleren Osten aufhält, viel reist, sie lernt u.a. T. E. Lawrence kennen (Lawrence von Arabien).
Ein aussergewöhnliche Biographie, die ebenfalls Lust darauf machte, mehr zu erfahren.








   Frau Theilen stellte ein entzückendes Kinderbuch vor: "Weisst du eigentlich, wie lieb ich dich hab" von Sam McBratney, das Gross und Klein begeistert - und das schon seit Jahren.










   Frau Harms-Sütterlin hatte sich "Alle Toten fliegen hoch - Amerika", von Joachim Meyerhoff ausgesucht, der selbstironisch, authentisch und erfrischend über sein Austauschjahr in Amerika und seine Familie und Gastfamilie erzählt.


















   Es war ein gelungener, kurzweiliger Abend, der vermittelt hat, wieviel Vergnügen das Lesen den Personen, die vorgetragen haben, bereitet.
Leipziger Buchmesse 2019
Text und Fotos: Hanne Schiffner
Online gestellt am 18.04.2019
   Hanne Schiffner vom Team der Arche-Bücherei hat die Buchmesse in Leipzig besucht und berichtet hier darüber:

Dieses Jahr hat uns Leipzig mit Sonnenschein empfangen.





   Mittwoch ist Anreisetag und Donnerstag haben wir uns dann sehr früh in die Straßenbahn gequetscht, man wundert sich, wieviel Leute da reingehen und sind zur Buchmesse gefahren.
   Auch da haben moderne Zeiten Einzug gehalten und man steht zur Taschenkontrolle an.
   Unser erster Weg geht immer zum "blauen Sofa" das in der großen Glashalle steht und ein Gemeinschaftsprojekt von ZDF; Arte und 3Sat ist. Halbstündlich kommen neue Gäste und werden zu ihren neuen Büchern befragt.



   Pavel Kohout " Aus den Tagebüchern eines Europäers" und sein junger Kollege Jaroslav Rudiš " Winterbergs letzte Reise " haben als Vertreter des Gastlandes Tschechien über ihre neuen Bücher erzählt.
Sehr eindrucksvoll!
   Und als der 91 jährige Kohout dem ziemlich viel jüngeren Rudis das Du auf offener Bühne anbot, war das nicht nur für Rudis ein bewegender Moment.
   Ein Muss ist immer das Wiener Cafe in Halle 4.
Zur leckeren Wiener Melange gibt es Buchvorstellungen und Gespräche. Diesmal war unter anderem die wunderbare Erika Pluhar zu Gast, die aus ihrem Buch "Anna" vorgelesen hat.



   Und weil man so gut saß, habe ich mir noch die Eva Rossmann angehört, die den 19! Krimi einer Reihe um die Ermittlerin Mira Valensky vorgestellt hat. Es geht um Internetktiminalität.

   Und so wandert man von Halle zu Halle bleibt hier mal hängen und setzt sich dort auf einen der raren freien Plätze und hört und sieht.

   Abends hat man die Qual der Wahl. "Leipzig liest " ist eines der größten Lesefestivals überhaupt.
   3600 Lesungen an 550 Plätzen in und um Leipzig. Man bekommt das Programm schon zwei Wochen vorher geschickt, bzw kann eine App aufs Handy laden und man kann schon eine Vorauswahl treffen.
Wir haben uns am ersten Abend für eine Lesung im Museum der bildenden Künste entschieden.
   Kia Vahland hat aus ihrem neuen Buch "Leonardo da Vinci und die Frauen - eine Künstlerbiografie" gelesen. Es ist sehr erhellend, wenn einem jemand ein Bild erklärt.
Warum hat die Frau ein Wiesel im Arm und was bedeutet der Myrrhestrauch im Hintergrund?



   Freitag waren wir im ARD Medienforum auf der Messe und haben u.a. Dennis Scheck, den Literaturkritiker, gehört.
Herr Scheck ist immer unterhaltsam, weil er schlechte Bücher in die Ecke wirft und mit Ferve auf die guten hinweist.
Eines der guten Bücher ist von Daniel Mendesohn "Eine Odysee-Mein Vater, ein Epos und ich" es gab dazu abends eine Lesung in der Bibliotheca Albertina .
Ein wunderschönes Gebäude und eine tolle Lesung.
Margarete von Schwarzkopf hat moderiert und Steffen Schröder, bekannt aus Soko Leipzig, hat die deutsche Lesung gehalten.
Ich hatte mir das Buch morgens schon gekauft und auf der langen Rückfahrt schon angefangen zu lesen.
Eine wunderbare Geschichte.

   Samstag ist immer dem Stadtspaziergang durch Leipzig vorbehalten.
An diesem Samstag sind wir zufällig ins Bachmuseum ( sehr empfehlenswert ) geraten, da gab es eine Modenschau des 4.Semesters für Makromedien. Die jungen Frauen hatten aus Packpapier die tollsten Kostüme kreiert.



   Und abends haben wir noch Ingo Schulze gehört. Naja gehört eher nicht, weil leider die Lautsprecheranlage für den großen Raum zu klein war.
   Als Fazit kann man sagen, Gott sei Dank ist nach der Buchmesse vor der Buchmesse und wir haben für nächstes Jahr schon wieder gebucht.

   Wir werden sicher einige der Bücher anschaffen und freuen uns auf Ihren Besuch in der Arche-Bücherei!
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